Magdeburg - Die gefährliche Droge Crystal steht immer öfter im Fokus der Ermittler in Sachsen-Anhalt. Sowohl die Zahlen der Delikte und der Ersteinsteiger als auch die sichergestellten Mengen steigen weiter. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahres-Drogenstatistik 2013 in Magdeburg mit. Die Beamten registrierten 1402 Fälle mit diesem Rauschgift (2012: 900) und beschlagnahmten 3,2 Kilogramm des Stoffes (2012: 2,9 Kilogramm). Die Zahl der erwischten Erstkonsumenten stieg auf 370 (2012: 297).

Auch insgesamt wuchs die Rauschgiftkriminalität im vergangenen Jahr. 6008 Fälle wurden registriert, 163 mehr als im Vorjahr. "Das ist auch darauf zurückzuführen, dass die Polizei zur Bekämpfung der Drogenkriminalität ihre Einsätze verstärkt hat", sagte der Direktor des LKA, Jürgen Schmökel. Im vergangenen Jahr gab es neun Rauschgifttote. 2012 starben sechs Menschen.

"Crystal ist relativ leicht zu beschaffen und recht kostengünstig im Vergleich zu anderen Drogen zu haben", sagte Schmökel. 90 Prozent der Droge, die aussieht wie grober Zucker, kämen aus Tschechien.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich laut Bericht der Anteil der Amphetamindelikte, einschließlich Crystal und Ecstasy, an den gesamten Fällen weiter erhöht und liegt jetzt bei 45,8 Prozent. Der Anteil von Heroin sank weiter auf 2,4 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass viele Konsumenten dieser Droge auf Crystal umgestiegen sind", sagte Schmökel.

Mit einem Anteil von 46 Prozent haben Cannabisfälle den größten Anteil an der Gesamtstatistik. 4595 Pflanzen wurden aufgespürt, im Jahr davor waren es 3529. Ein Schwerpunkt des Cannabis-Anbaus sei die Altmark, sagte Schmökel.