Magdeburg - Der Güterverkehr auf der Elbe in Sachsen-Anhalt ist angesichts zahlreicher Tage mit Niedrigwasser im ersten Halbjahr 2014 massiv zurückgegangen. An der Zählstelle Magdeburg wurden rund 219 000 Tonnen erfasst, dass ist ungefähr die Hälfte der Menge des Vorjahreszeitraums, erklärte das Bundesverkehrsministerium auf eine Anfrage der Grünen.

"Diese Daten zeigen zum wiederholten Male, dass gegen extreme Niedrigwasserstände keine Baumaßnahmen helfen, weil fehlendes Wasser nicht herbeigebaut werden kann", erklärte die Grünen-Politikerin Steffi Lemke. Sie widersprach Forderungen nach einem Ausbau der Elbe. "Die Wirtschaft zieht sich immer mehr von der Elbe als Transportweg zurück, weil es aufgrund der starken Wasserstandsschwankungen keine Planbarkeit gibt."