Düsseldorf - Nach dem furiosen 2:2 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig gewann Düsseldorfs Sportvorstand Helmut Schulte als einer der wenigen Fortunen diesem Zweitliga-Auftakt etwas Positives ab.

"Vier Tore, ein gutes Spiel und tolle Stimmung - wir können doch alle zufrieden sein", sagte Schulte und lächelte. Zufrieden waren die Protagonisten jedoch nur bedingt. Allen voran die Düsseldorfer, die in der Schlussphase der vergangenen Fußball-Saison unter Interims-Trainer Oliver Reck von Sieg zu Sieg geeilt waren und sich zum Start einen Heimsieg erhofft hatten. Sie gaben gegen Braunschweig zweimal die Führung aus der Hand. "Klar sind jetzt wir ein bisschen enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben, nachdem wir zweimal vorne waren", gab Torwart Michael Rensing zu.

Michael Liendl (34. Minute) hatte Fortuna vor 41 667 Zuschauern mit einem sehenswerten Schlenzer das 1:0 beschert. Fünf Minuten nach Ken Reichels (60.) Ausgleichstreffer erzielte "Joker" Charlie Benschop erneut die Düsseldorfer Führung. Der Schlussakt blieb aber den Gästen vorbehalten. Havard Nielsen traf zum 2:2-Endstand (84.) und krönte damit die starke Leistung seines Team in Halbzeit zwei.

"Nach der Führung haben wir vielleicht gedacht, das kriegen wir schon über die Zeit. Das dürfen wir nicht machen", warnte Neuzugang Sergio Pinto. Und der mittlerweile zum Cheftrainer beförderte Reck monierte: "Wir haben in der zweiten Hälfte gar nicht mehr stattgefunden und die Bälle bloß lang nach vorne gespielt. Das war so nicht geplant, also haben wir folgerichtig die Tore gekriegt."

Auch Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht hätte die Heimreise an seinem 41. Geburtstag "lieber mit drei Punkten angetreten". Dafür waren die Darbietungen seiner Spieler über 90 Minuten aber nicht gut genug. "Insgesamt müssen wir zufrieden sein, denn wir waren zweimal hinten", sagte Eintracht-Sportdirektor Marc Arnold.

Was der eine Punkt wert sei, wisse sowieso jeder frühestens nach Abschluss des Spieltages. "Alle Trainer und Spieler, die sich auf dieses Wochenende vorbereiten haben und dem Anpfiff entgegenfiebern, sind heilfroh, wenn sie das erste Spiel überstanden haben", sagte Reck. Und der ehemalige Bundesliga-Torhüter schob nach: "Ich bin darum gar nicht so unzufrieden, gegen eine starke Mannschaft wie Braunschweig gepunktet zu haben."