Sangerhausen/Sondershausen - In Sondershausen haben etwa 150 Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Unter dem Motto "Wir pfeifen auf Nazis!" wollten sie am Samstag mit Trillerpfeifen, Luftballons und Transparenten ein Zeichen gegen eine Veranstaltung der NPD setzen. An der Kundgebung in der ehemaligen Bergarbeiterstadt nahmen auch Menschen aus Sangerhausen in Sachsen-Anhalt teil, die dort zuvor mit einem Familienfest gegen Rechtsextremismus protestiert hatten.

Sowohl die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Heike Taubert, als auch die Linke-Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow warben bei der Kundgebung für ein breites Bürger- und Parteienbündnis gegen Rechts. Man dürfe die NPD - auch mit Blick auf die Landtagswahl am 14. September in Thüringen - nicht gewähren lassen.

Die Teilnehmer zogen danach in Richtung einer von der NPD geplanten Großveranstaltung. In der Nähe des Platzes wollten sie Luftballons mit der Aufschrift "bunt statt braun" in den Himmel steigen lassen.

In Sangerhausen hatte das Bündnis "Sangerhausen bleibt bunt" zu den Protesten aufgerufen. Die NPD hatte auch für das nahe gelegene Berga ein Konzert angemeldet, laut Polizei aber zunächst keine Vorbereitungen dafür getroffen.