Zwenkau - Das Braunkohle-Unternehmen Mibrag blickt trotz der Energiende optimistisch in die Zukunft. Die Mibrag werde nicht zugrunde gehen, wenn eines Tages das Ende der Braunkohle-Verstromung gekommen sei, sagte der Arbeitsdirektor des Unternehmens, Heinz Junge, am Freitag in Zwenkau. Er äußerte sich kurz vor einem Treffen von Betriebsräten und Aufsichtsräten der der mitteldeutschen Energiewirtschaft.

Die Mibrag werde ein Bergbauunternehmen bleiben und den Rohstoff Braunkohle fördern, betonte Junge. Schon jetzt liefen Forschungen mit der chemischen Industrie, wie Braunkohle künftig verwertet werden kann. Es gebe auch weiterhin Pläne für den Bau eines neuen Kraftwerks. Ob es kommt, hänge davon ab, ob es wirtschaftlich betrieben werden könnte. Derzeit arbeiten rund 4000 Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt direkt im Bergbau, in der Energieproduktion und in der Sanierung.

Der Betriebsratsvorsitzende der Mibrag, Frank Frenzel, warnte vor einer Durchsetzung der Energiewende "koste es, was es wolle". Noch gebe es nicht genügend Speicher für erneuerbare Energien. Er wehre sich dagegen, einen konkreten Zeitpunkt für einen Ausstieg aus der Braunkohle-Verstromung zu nennen. Im vorigen Jahr hat die Mibrag nach eigenen Angaben 19,1 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. 1989 waren es noch 130 Millionen Tonnen.