Berlin - Ein schnelles Abklatschen, eine kurze Umarmung - Sascha Klein und Tina Punzel freuten sich über die Bronzemedaille zum EM-Auftakt der Wasserspringer.

Nach Silber vor einem Jahr in Rostock reichte es diesmal mit 390,95 Punkten zu Rang drei, aber auch danach winkten der 28-jährige Klein und die 18-Jährige Punzel dem Heimpublikum strahlend vom Podest aus zu. "Ich bin sehr froh. Für mich ist es eine gewonnene Medaille, definitiv", betonte Synchronsprung-Weltmeister Klein.

Lautstark angefeuert von über 150 Fans der deutschen Schwimmjugend kämpfte sich das Dresdner Duo nach verhaltenem Start von Platz fünf aus langsam vor. Mit einem viereinhalbfachen Salto vorwärts vom Turm aus zehn Metern Höhe sicherte Klein dann mit dem letzten Sprung den Podestplatz.

"Jetzt ist der erste Druck erstmal weg. Das gibt uns Sicherheit für die kommenden Wettkämpfe", sagte Punzel. Insgesamt streben die deutschen Springer in Berlin fünf bis sieben Medaillen an.

Auch Bundestrainer Lutz Buschkow war mit der Start-Ausbeute zufrieden, wenngleich er mit Silber "geliebäugelt" hatte. "Wir haben in den beiden Pflichtsprüngen unsere Gegner stark gemacht. Wir mussten dann den Punkten hinterherlaufen", erklärte Buschkow. "Deswegen ist die Medaille sehr viel wert, ein sehr guter Auftakt."

Der Sieg in der ersten von elf Sprungentscheidungen in Berlin ging an Russland. Die Russen Victor Minibajew/Nadeschda Baschina gewannen den nicht-olympischen Wettbewerb mit 416,90 Punkten vor Titelverteidiger Ukraine mit Alexander Bondar und Julia Prokoptschuk (409,75 Zähler). Beim Team-Event absolvieren je ein Mann und eine Frau insgesamt sechs Sprünge vom Drei-Meter-Brett bzw. vom Turm.

Für den achtmaligen Europameister Klein war es die 13. EM-Medaille, die erste in Bronze. Punzel, Vorjahres-Europameisterin vom Drei-Meter-Brett, bedeutete es die dritte EM-Plakette.