Loburg - Die ersten Störche haben sich in Richtung Süden auf den Weg gemacht. Vor allem junge Vögel hätten die Nester verlassen und seien in wärmere Gefilde unterwegs, um dort zu überwintern, sagte Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg (Jerichower Land). Nach ersten Einschätzungen sei 2014 ein gutes Storchenjahr gewesen. Es habe sich mehr Nachwuchs eingestellt als 2013. Wegen des Dauerregens vor Himmelfahrt seien zwar Jungtiere gestorben, doch insgesamt falle die Bilanz recht ordentlich aus. Zahlen wollte Kaatz noch nicht nennen. Solide Werte lägen erst im Oktober vor.

Den Angaben zufolge gibt es in Sachsen-Anhalt 606 Storchenpaare. Im vergangenen Jahr wuchsen 1168 Jungtiere auf, im Jahr 2012 waren es 1211. "Hohe Verluste gab im Jahr 2013 vor allem wegen des langanhaltenden Regens vor der Flut", sagte Kaatz. Sachsen-Anhalt sei zwar ein beliebtes Ziel für Störche, doch in Nachbarländern würden sich weit mehr niederlassen. So nisteten in Brandenburg 1351 und in Mecklenburg-Vorpommern 828 Paare.