New York - Ein deutsches Damen-Trio mit der früheren Halbfinalistin Angelique Kerber an der Spitze steht bei den US Open in der dritten Runde.

Dort wartet vor allem auf die letztjährige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki eine reizvolle Aufgabe. Die 24 Jahre alte Berlinerin trifft beim letzten Grand-Slam-Tennisturnier der Saison auf French-Open-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland. Die an Nummer sechs gesetzte Kerber bekommt es in New York mit der 17 Jahre alten Belinda Bencic aus der Schweiz zu tun, Andrea Petkovic spielt gegen die Dänin Caroline Wozniacki.

"Auf so ein Spiel freut man sich natürlich", sagte Lisicki nach ihrem lockeren 6:4, 6:1-Erfolg gegen die amerikanische Wildcard-Starterin Madison Brengle. "Es wird immer besser von Match zu Match, aber ich muss mich trotzdem noch mal steigern und dann schauen, was möglich ist", betonte die Weltranglisten-28. vor dem Duell mit der fünfmaligen Grand-Slam-Turniersiegerin Scharapowa. Im direkten Vergleich mit der 27-Jährigen liegt Lisicki 1:5 zurück, doch die ehemalige Nummer eins tat sich bei ihrem 4:6, 6:3, 6:2-Erfolg gegen die Rumänin Alexandra Dulgheru erstaunlich schwer.

Große Mühe hatte auch Petkovic bei ihrem 3:6, 6:3, 7:6 (7:5)-Sieg gegen Monica Puig aus Puerto Rico. Im dritten Satz lag die 26 Jahre alte Darmstädterin schon 1:4 zurück und kassierte für einen Wutausbruch mit Schlägerwerfen eine Verwarnung.

Im Tiebreak verspielte sie erst eine 3:0-Führung und geriet 3:5 in Rückstand, ehe sie nach 2:26 Stunden ihren ersten Matchball verwandelte. "Es ging hoch und runter", sagte die Hessin und ergänzte vor dem Spiel gegen die an Nummer zehn gesetzte Wozniacki: "Das wird mir hoffentlich einen mentalen Schub geben. Ich muss die Balance finden zwischen aggressiv spielen und nicht zu viele Fehler machen."

Im Gegensatz zu ihren Fed-Cup-Kolleginnen geht Kerber als Favoritin in ihre nächste Partie. "Sie ist eine sehr gute junge Spielerin. Aber ich habe keine Angst, gegen sie zu verlieren. Ich gehe raus, um das Spiel zu gewinnen. Ich bin selbstbewusst und fühle mich gut", sagte die US-Open-Halbfinalistin von 2011 vor ihrem ersten Duell mit Bencic und nach dem 6:2, 6:4-Erfolg gegen die Russin Alla Kudrjawzewa. Bencic gewann 2013 den Juniorinnen-Titel bei den French Open und in Wimbledon und steht in der Weltrangliste auf Platz 58.

Da sich in Kerbers Hälfte des Tableaus überraschend die Amerikanerin Sloane Stephens und die an Nummer vier gesetzte Polin Agnieszka Radwanska verabschiedeten, scheint für die 26 Jahre alte Kielerin in diesem Jahr wieder einiges möglich zu sein. "Ich hab das im Blick, aber ich muss erst einmal die nächste Runde gewinnen", sagte Kerber.

Weiter in Topform spielt die 34 Jahre alte Venus Williams. Die siebenmalige Grand-Slam-Turniersiegerin aus den USA zog im ersten Match der Night Session durch ein 6:1, 6:4 gegen die Schweizerin Timea Bacsinszky in die dritte Runde ein.

Deutsches Damen-Trio bei US Open weiter

New York - Ein deutsches Damen-Trio mit der früheren Halbfinalistin Angelique Kerber an der Spitze steht bei den US Open in der dritten Runde.

  • Sabine Lisicki ballt im Match gegen Madison Brengle die Faust.

    Sabine Lisicki ballt im Match gegen Madison Brengle die Faust.
    Quelle: Justin Lane

  • Nach einem Punktverlust gegen Sabine Lisicki trennt sich Madison Brengle von ihrem Schläger.

    Nach einem Punktverlust gegen Sabine Lisicki trennt sich Madison Brengle von ihrem Schläger.
    Quelle: Justin Lane

  • Andrea Petkovic bejubelt ihren Sieg über Monica Puig aus Puerto Rico.

    Andrea Petkovic bejubelt ihren Sieg über Monica Puig aus Puerto Rico.
    Quelle: Stephen Chernin

  • Monica Puig returniert einen Ball im Match gegen Andrea Petkovic.

    Monica Puig returniert einen Ball im Match gegen Andrea Petkovic.
    Quelle: Jason Szenes

  • Angelique Kerber schlägt die Russin Alla Kudrjawzewa klar mit 6:2, 6:4.

    Angelique Kerber schlägt die Russin Alla Kudrjawzewa klar mit 6:2, 6:4.
    Quelle: Jason Szenes

  • Venus Williams hatte mit der Schweizerin Timea Bacsinszky keine Probleme.

    Venus Williams hatte mit der Schweizerin Timea Bacsinszky keine Probleme.
    Quelle: Peter Foley