Essen (dpa/tmn) - Dieselmotoren benötigen für die gleiche Strecke weniger Kraftstoff als Benziner. Sie sind traditionell 20 bis 30 Prozent sparsamer im Verbrauch, weil Diesel über eine höhere Energiedichte verfügt und Dieselmotoren das Luft-Kraftstoff-Gemisch wesentlich stärker verdichten.

Diese bessere thermische Ausnutzung der Energie im Kraftstoff erhöht den Wirkungsgrad, erklärt der Tüv Nord. Außerdem werden Dieselmotoren anders als Benzinmotoren nicht gedrosselt. Um die Motorleistung zu regeln, muss das Luft-Kraftstoff-Gemisch beim Ottomotor jeweils in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden, damit es zündfähig bleibt. Eine Drosselklappe reduziert die angesaugte Luft nach Bedarf. Beim Diesel wird immer die volle Luftmenge angesaugt und so hoch verdichtet, dass das Gemisch bei 700 bis 800 Grad von selbst zündet.

Beim Turbodiesel wird dazu zuvor komprimierte Luft dem Brennraum zugeführt (Aufladung). Weiterhin verfügen Diesel im unteren Drehzahlbereich über ein höheres Drehmoment, also über mehr Kraft. Das spart Energie. Allerdings erreichen moderne Benzinmotoren fast den Wirkungsgrad von Dieselmotoren, so dass der Spareffekt zunehmend geringer wird.