Gelsenkirchen - Der Wechsel von Schalke-Profi Jermaine Jones zu Besiktas Istanbul ist perfekt. Der 32 Jahre alte US-Nationalspieler löste seinen Vertrag in Gelsenkirchen auf und geht in die Stadt am Bosporus, wie Schalke mitteilte.

Zu finanziellen Regelungen wurde nichts bekannt. "Wir freuen uns, dass Jermaine einen neuen Club gefunden hat, bei dem er seine großen sportlichen Ziele in diesem Jahr verwirklichen kann", meinte Schalke-Manager Horst Heldt. Bei Besiktas könne sich Jones für die WM empfehlen. "Das hätten wir ihm bei uns in der Rückrunde nicht ermöglichen können", sagte Heldt.

Kurz vor Transferschluss ging alles ganz schnell. Noch in der Nacht auf Donnerstag war Jones gen Istanbul geflogen, hatte sich dem obligatorischen medizinischen Check unterzogen und sich dabei auch schon mit neuen Kollegen unterhalten.

Spätestens seit dem 5. Januar war klar, dass Jones binnen kurzer Zeit wechseln würde. Zu dem Zeitpunkt hatte Heldt erklärt, dass Schalke den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Jones nicht verlängern werde. Der Champions-League-Achtelfinalist hatte im Trainingslager in Doha (Katar) auf den in Frankfurt am Main geborenen Jones verzichtet, um ihm Gelegenheit zu geben, einen neuen Verein zu finden.

Der aus dem Frankfurter Stadtteil Bonames stammende Jones absolvierte in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Schalke insgesamt 165 Spiele, in denen er neun Treffer erzielte. Zwischendurch war er in England auch für die Blackburn Rovers aktiv.

Auf Medienberichte aus England, dass der FC Arsenal kurz vor dem Ende der Transferperiode ein Angebot für Julian Draxler abgegeben haben soll, reagierte Heldt zurückhaltend. "Ich bin sehr sicher, dass er bleibt", erklärte der Schalker Sportvorstand. Ein offizielles Angebot für Draxler gibt es nicht.

Der "Independent" hatte am Vortag gemeldet, Arsenal sei bereit, 24,7 Millionen Pfund (knapp 30 Millionen Euro) für einen Wechsel des deutschen Nationalspielers von Gelsenkirchen nach London auszugeben. Die festgeschriebene Ablösesumme für Draxler soll bei rund 45 Millionen Euro liegen.

Eine Rückkehr des Schalke-Jungstars in den Kader ist derzeit noch nicht in Sicht. Der 20-Jährige hatte sich im Champions-League-Spiel gegen den FC Basel am 11. Dezember eine Oberschenkelverletzung zugezogen. "Es wird noch etwas dauern, bis er wieder zum Team stößt", sagte Trainer Jens Keller.

Im Bundesligaspiel gegen Verfolger VfL Wolfsburg soll Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes wieder zur Startformation gehören. Er hatte beim 3:0-Erfolg am Sonntag in Hamburg wegen einer Magen-Darm-Grippe gefehlt. Gegen den VfL wird Höwedes rechts in der Abwehr-Viererkette erwartet, weil der etatmäßige Rechtsverteidiger Atsuto Uchida wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist.