Hamburg - Der Hamburger SV will mit einem Sieg gegen Hertha BSC runter von den Abstiegsplätzen in der Fußball-Bundesliga. "Wir tun alles, aber auch alles, um drei Punkte zu holen - egal, wie. Das ist das Allerwichtigste im Moment", sagte van Marwijk zwei Tage vor der Partie gegen die Berliner.

Die Hamburger sind nach fünf Niederlagen in Serie auf Platz 17 abgestürzt. "In dieser Wochen ist etwas im Team passiert. Wir sind zusammengewachsen", meinte der niederländische Trainer weiter. Entgegen seiner Gewohnheit hatte er am freien Montag trainieren lassen und zwei Tage später gar zu zwei Übungseinheiten gebeten.

"Ich habe immer gesagt, wenn das Wetter besser ist, dann machen wir einmal zusätzlich Training mit den Talenten. Das hat nichts mit der jetzigen Situation zu tun", betonte der 61 Jahre alte Coach. Und ergänzte: "Die Spieler sind topfit. Das zeigen auch die Werte."

Die Hamburger hoffen weiterhin auf die Rückkehr von Stürmer Pierre-Michel Lasogga und Torwart René Adler. Lasogga, die Leihgabe von Hertha BSC, trainierte nach Muskelfaserriss am Donnerstag kurz mit der Mannschaft. Danach arbeitete er aber wieder solo mit Athletik-Coach Markus Günther. "Das wird schwierig", sagte van Marwijk. Adler gehe es zwar jeden Tag besser. Grünes Licht für einen Einsatz wollte der Niederländer aber noch nicht geben.

HSV-Kapitän Rafael van der Vaart sieht trotz der beiden 0:3-Niederlagen in der Rückrunde (Schalke 04, Hoffenheim) Grund zu Optimismus. "Ich habe den Eindruck: Wir werden füreinander durchs Feuer gehen", sagte der Kapitän. "Wir haben viel miteinander gesprochen." Mut hat das Team auch aus dem Fan-Marsch am Vortag geschöpft, als sich am Ende rund 350 Anhänger mit der Mannschaft solidarisierten. "Wir brauchen die Fans. Ich kann versprechen, dass wir alles dafür geben, sie zufriedenzustellen", betonte der Kapitän.