Hamburg - Ein Liter Trinkwasser darf nicht mehr als 0,01 Milligramm Blei enthalten. In Häusern mit alten Rohren kann es aber sein, dass dieser Wert überschritten wird. Verbraucher sollten im Zweifel die Leitungen prüfen lassen - gerade wenn Kinder im Haus sind.

Eine erhöhte Bleikonzentration im Trinkwasser ist besonders für Schwangere und Kleinkinder schädlich. Familien in Häusern, die vor 1970 gebaut wurden, sollten ihre Wasserleitungen deshalb auf Blei prüfen lassen. Dazu rät der TÜV Nord und verweist auf eine neue Regelung in der aktuellen Trinkwasserverordnung. Demnach darf Trinkwasser jetzt nicht mehr als 0,01 Milligramm Blei pro Liter enthalten.

Geht Blei aus den Leitungen ins Trinkwasser über, kann dies zu schweren Vergiftungen führen. Erkennen können Mieter und Hausbesitzer Bleirohre zum Beispiel per Klopftest: Sie klingen dumpf. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg sind diese Leitungen außerdem in einem Stück verlegt.

Blei im Wasser kann auch mit Hilfe einer Trinkwasseranalyse nachgewiesen werden. Sie wird dem TÜV zufolge von örtlichen Wasserwerken oder privaten Prüfunternehmen angeboten. Vermieter, die von Bleirohren in ihren Häusern wissen, sind ab sofort verpflichtet, die Mieter darüber zu informieren. Sobald wie möglich müssen die Rohre dann ausgetauscht werden.