Köln - Sie sieht aus wie eine Kanonenkugel mit Griff, ist aber tatsächlich nur eine etwas ungewöhnlich geformte Eisen-Hantel. Wer mit der Kettlebell trainieren will, sollte sich vorher gut instruieren lassen.

Die sogenannte Kettlebell lässt sich für diverse Kraft-, Mobilisations- oder Schwungübungen nutzen. Wichtig sei, sich intensiv in den Gebrauch dieses Fitnessgerätes einweisen zu lassen, betont Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Außerdem sollten Sportler damit nur arbeiten, wenn sie ihre Muskeln aufgewärmt haben und sie in der Lage sind, ihren Körper stark anzuspannen.

Mit der Kettlebell, oft auch als Rundhantel oder Rundgewicht bezeichnet, lassen sich Froböse zufolge die Schnellkraft, die Muskulatur und die koordinativen Fähigkeiten trainieren. Bei den Übungen werden immer mehrere Muskeln zugleich beansprucht, wenn Zieh- und Drückbewegungen kombiniert werden - etwa indem der Sportler das Gewicht über den Kopf bringt.

Froböse rät allerdings, sich vor allem an die Schwungelemente langsam heranzutasten und zunächst nur leichte Gewichte zu benutzen. Anfangs seien leichte Schwungübungen sinnvoll, um ein Gefühl dafür zu bekommen und zu wissen, welchen Bewegungsradius der Schwung einnimmt. Eine Übung kann dem Experten zufolge so aussehen: Der Sportler stellt sich in die Kniebeuge, hat die Kettlebell zwischen seinen Füßen stehen und hält sie am Griff. Dann streckt er die Knie und schwingt die Kugel vor den Körper, bis die Arme im 90-Grad-Winkel zum Oberkörper stehen.