Köln - Die meisten Kinder lieben Tiere. Das Spielen mit einem Stubentieger etwa gefällt vielen, ist aber nicht ganz harmlos. Ist ihr Kind von einer Katze gebissen worden, lassen Eltern es am besten umgehend von einem Arzt behandeln.

Die Verletzung sollte fachmännisch gesäubert werden, um eine Infektion zu verhindern. Das erläutert Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Der Arzt sollte anhand des Impfpasses auch überprüfen, ob das Kind noch ausreichend vor Wundstarrkrampf (Tetanus) geschützt ist.

Die spitzen Zähne einer Katze können sich laut Nentwich sehr tief in das Gewebe des Gebissenen eingraben und dort über den Speichel Krankheitserreger hinterlassen. Er rät Eltern, die Wunde zunächst unter fließendem, lauwarmen Wasser zu reinigen und dann eine sterile Mullkompresse darüberzulegen, bevor sie sich auf den Weg zum Arzt machen.

Wird die Haut um den Biss rot oder schwillt die Stelle an, hat sie sich entzündet. Während sich Hundebisswunden nur in rund 4 Prozent der Fälle entzünden, kommt das bei bis zu 40 Prozent der Katzenbisse vor.