Hannover - Wird Leberzellkrebs in frühem Stadium erkannt, besteht die Möglichkeit einer Transplantation. Wer nach seinem Tod Organe spenden möchte, braucht einen Spenderausweis. Auch Lebendspenden sind möglich.

Eine Organtransplantation ist bei Leberzellkrebs nur möglich, wenn die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist. Dann ist es aber die einzige Überlebenschance, erläutert die Deutsche Leberstiftung in Hannover. Auch bei akutem Leberversagen sei die Transplantation die Rettung. Die häufigste Ursache für ein Organversagen sei eine Leberzirrhose. Sie entsteht aus chronischen Lebererkrankungen wie Hepatitis, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.

Die Organe können von Lebendspendern stammen. Bei einem gesunden Erwachsenen wird einer der zwei Leberlappen entnommen. Der Lappen wächst danach auf beinahe Normalgröße nach. 83 dieser Lebendspenden hat es laut der Stiftung 2013 in Deutschland gegeben, 884 Organe wurden nach dem Tod des Spenders entnommen.

Wer nach seinem Tod spenden möchte, braucht einen Spenderausweis. Möglichst ist die Zustimmung zur Organentnahme nach dem Tod ab dem 16. Lebensjahr, ein Nein ist schon mit 14 Jahren möglich. Der potenzielle Spender kann auch festlegen, welche Organe er übertragen möchte.