Bonn - Er kennt seine Patienten und begleitet sie oft Jahre durchs Leben: Für viele Menschen in Deutschland ist der Hausarzt unverzichtbar, wie aus einer Umfrage hervorgeht.

Neun von zehn Deutschen haben einer Umfrage zufolge einen festen Hausarzt, an den sie sich bei gesundheitlichen Problemen wenden. Das ergab eine vom Deutschen Hausärzteverband in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Studie, die am Freitag (26. September) am Rande des Internationalen Hausärztetages in Bonn veröffentlicht wurde.

Demnach wünschen sich 94 Prozent der mehr als 1000 Befragten den Hausarzt als Koordinator der medizinischen Versorgung. Die "Hausarztzentrierte Versorgung" leiste genau das, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Diese Art der Versorgung komme den Wünschen der Patienten entgegen und verbessere zugleich dauerhaft die Qualität der ambulanten Versorgung.

Aktuell sind in Deutschland etwa 3,6 Millionen Versicherte und knapp 16 000 Hausärzte in die Verträge der sogenannten Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) eingeschrieben. Teilnehmer verpflichten sich hierbei, in der Regel zuerst zum Hausarzt zu gehen und Fachärzte nur auf Überweisung aufzusuchen. Sie sollen dafür von ihrem Hausarzt eingehender versorgt werden.

Die Umfrage belege, dass den Menschen das vertrauensvolle Verhältnis zum Arzt besonders wichtig sei, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Eberhard Mehl. Die Teilnehmerzahl an den HZV-Verträgen steige kontinuierlich.