Celle - Plastikbehälter und -geschirr sollten Schwangere verbannen. Denn diese Kunststoffe enthalten bestimmte Weichmacher. Diese können das Asthmarisiko des Kinders erhöhen.

Wollen Schwangere das Asthmarisiko ihres ungeborenen Kindes senken, bewahren sie Lebensmittel besser nicht in Kunststoffbehältern auf. Auch sollten sie Essen in der Mikrowelle lieber auf Glas- oder Porzellangeschirr erhitzen. Das rät Prof. Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung. Hintergrund ist, dass Kunststoffe meist chemische Verbindungen aus der Gruppe der Phthalate als Weichmacher enthalten. Die zwei Weichmacher-Typen BBP und DBP erhöhen einer aktuellen
Studie zufolge das Asthmarisiko von Kindern deutlich.


Untersucht wurden zwischen 1998 und 2006 Urinproben von 300 Schwangeren und nach der Geburt auch von ihren Kindern auf Weichmacher-Belastungen. Die Forscher werteten die Zusammenhänge zwischen der Asthmadiagnose bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren und deren Belastung mit Weichmachern vor der Geburt aus. Bei stärker belasteten Müttern war das Asthmarisiko des Nachwuchses stark erhöht.

Phthalate sind unter anderem auch in Vinylteppichen sowie in Kosmetika enthalten, damit deren Duftstoffe besser haften. Morr empfiehlt schwangeren Frauen daher, auf geruchsfreie Seifen und Waschmittel auszuweichen, keine Raumdüfte oder parfümierte Pflegeprodukte zu verwenden und auch keine Vinylböden in der Wohnung zu haben.