Dresden - Medizinische Fachbegriffe gibt es viele - doch kaum ein Laie kennt deren Bedeutung. Wer also nach einer Untersuchung einen seitenlangen Befund in die Hand gedrückt bekommt, kann damit meist nicht viel anfangen. Hilfe gibt es jedoch im Netz.

Das Fachchinesisch von Ärzten zu übersetzen ist das Ziel der kostenlosen Online-Plattform
"Was hab\' ich?". Seit der Gründung 2011 wurden mittlerweile rund 20 000 Befunde in eine leicht verständliche Sprache übersetzt, wie die gemeinnützige Initiative in Dresden mitteilte. Patienten können ihre Befunde anonym hochladen oder per Fax senden. Wenige Tage später erfolgt die Übersetzung, um die sich ein bundesweit aufgestelltes Team von rund 300 Medizinstudenten kümmert. Beraten werden die ehrenamtlichen Helfer von rund 200 Ärzten und zwei Psychologen.


"Auch wenn Ärzte im Gespräch gut erklären, vergessen viele Patienten vor Aufregung das Gesagte und stehen zu Hause mit ihrem schriftlichen Befund allein da", erklärte eine Mitarbeiterin. Der Bedarf nach einer leicht verständlichen Erklärungen sei riesig.