Bonn - Eine Chemotherapie zerstört nicht nur Tumorzellen, sondern zieht auch gesunde in Mitleidenschaft. Das gilt etwa für Haar- und Nagelwurzelzellen. Damit die Nebenwirkungen nicht noch schlimmer werden als sie sind, ist eine besondere Körperpflege wichtig.

Gerade Frauen machen diese äußerlich sichtbaren Anzeichen der Behandlung wie Haarausfall oft schwer zu schaffen. Um ihr Wohlbefinden zu verbessern, hat die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) eine kostenlose Broschüre mit Pflegetipps für Haare, Kopfhaut und Nägel während der Chemotherapie herausgegeben.

So verwenden betroffene Frauen am besten mildes und unparfümiertes Shampoo, weil die Kopfhaut nach dem plötzlichen Haarverlust empfindlich ist. Außerdem ist es gut, den Kopf nach dem Waschen nicht trocken zu rubbeln, sondern nur zu tupfen. Denn die Haare, die nicht ausgefallen sind, sind extrem trocken und drohen abzubrechen. Wer sich die Augenbrauen nachzeichnet, entfernt das Make-up am besten sehr gründlich. Außerdem sollten Waschlappen und Handtücher täglich gewechselt werden, weil das Risiko für Infektionen und Blutungen während einer Chemo- oder Strahlentherapie erhöht ist.

Service:


Die Broschüre mit Pflegetipps kann kostenlos per Post über die DHA, Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn oder online unter www.dha-haareundnaegel.de bestellt werden.


Krebs verursacht jeden vierten Todesfall in der EU
Jeder vierte Todesfall in der Europäischen Union geht auf Krebs zurück. Das berichtete die europäische Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mit Verweis auf die jüngsten Daten von 2011. Demnach ist die Zahl der Krebstoten in der Zeit von 2002 bis 2011 um 6,3 Prozent auf jährlich 1,28 Millionen gestiegen. Obwohl der Anstieg bei den Frauen etwas stärker ausfiel, starben 2011 mehr Männer an Krebs.

In Deutschland war Krebs bei 26 Prozent der Menschen die Todesursache. Die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge in der EU war Lungenkrebs, gefolgt von Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs. Insgesamt starben laut Eurostat die meisten Menschen an Herzinfarkten (38,2 Prozent), danach kommen Krebs (26,3 Prozent) und Atemwegserkrankungen (7,8 Prozent).