Mönchengladbach - Eltern von Kindern mit schweren
Lebensmittelallergien sollten Nahrungsmittel im Haushalt genau kennzeichnen. So vermeiden sie, dass ihr Kind aus Versehen etwas Unverträgliches isst.


Sichere Lebensmittel könnten Eltern zum Beispiel mit einem grünen Punkt versehen, nicht sichere mit einem einen roten - solche einfachen Markierungen sind auch für Kinder, Besucher oder Babysitter leicht zu verstehen. Das empfiehlt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) in seinem Magazin "Allergie konkret" (Ausgabe 01/2015).

Außerdem sollten allergenhaltige und allergenfreie Lebensmittel nicht direkt nebeneinander gelagert werden, rät der DAAB. Die Sojamilch gehört zum Beispiel nicht neben die Kuhmilch, wenn man ein Kind mit schwerer Laktoseintoleranz hat. Am besten reserviert man spezielle Plätze im Regal oder einen eigenen Schrank für die sicheren Lebensmittel.

Auch über Besteck oder die Hände können kleinste Mengen allergenhaltiger Produkte in allergenfreie Mahlzeiten oder Lebensmittel gelangen, warnt der DAAB. Allergenfreie Lebensmittel sollten daher immer nur mit sauberem Besteck in Berührung kommen. Dieses sollte wie auch Töpfe, Pfannen oder Geschirr immer mit heißem Wasser und Spülmittel gereinigt und nicht nur abgespült werden.

Beim Kochen bietet es sich an, die allergenfreie Variante eines Gerichts zuerst zuzubereiten - so vermeidet man, dass etwa über das Kochzubehör allergieauslösende Stoffe in das allergenfreie Essen gelangen. Bei gleichzeitiger Zubereitung der Mahlzeiten sollten nicht dieselben Utensilien verwendet werden.

Wer darauf verzichten möchte, Punkte zu kleben, Lebensmittel zu sortieren und penibel abzuwaschen, kann allergenhaltige Lebensmittel auch ganz aus dem Haushalt verbannen. Das senkt das Risiko eines versehentlichen Verzehrs. Aber durch diese künstliche Situation, die das Kind so sonst nirgendwo erwarten kann, wird es weniger im Umgang mit der Allergie geschult.