Köln - Einst waren sie die Herzstücke der großen Einkaufsstraßen. Heute fristen viele Kaufhäuser in den Innenstädten eher ein Schattendasein. Vor allem die junge Kundschaft bleibt weg, wie eine neue Umfrage zeigt.

Fast zwei Drittel der Bundesbürger kaufen einer Umfrage zufolge nur noch selten in Warenhäusern ein, jeder zehnte nie. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zur Zukunft der Warenhäuser hervor. Nur noch jeder vierte Befragte geht demnach noch regelmäßig zum Shoppen zu Karstadt, Kaufhof und Co.

Vor allem junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren machen der Umfrage zufolge einen Bogen um die Einkaufstempel. Mehr als 80 Prozent von ihnen gaben an, selten oder nie in Warenhäusern einzukaufen. Am häufigsten sind dort demnach noch die über 55-Jährigen zu finden. Frauen finden generell an den Kaufhäusern mit ihrem umfangreichen Modeangebot mehr Gefallen als Männer.

Mit Blick auf die von der Schließung bedrohten Karstadt-Filialen gaben nur gut die Hälfte (53 Prozent) der Befragten an, die Filialen sollten möglichst erhalten bleiben, weil sie ein wichtiger Bestandteil attraktiver Innenstädte seien. Fast jeder Dritte (31 Prozent) würde die Schließung zwar bedauern, fände sie aber dennoch richtig, wenn sich das Konzept nicht mehr rechne. Und jeder Siebte (14 Prozent) meinte sogar, die Zeit der großen Warenhäuser wie Karstadt sei definitiv vorbei. Auch hier sind es vor allem die Frauen und die über 35-Jährigen, denen die Zukunft der Warenhäuser am Herzen liegt.

Für die Umfrage hatte YouGov vom 19. bis 21. August insgesamt 1023 Verbraucher befragt.