Berlin - Wer regelmäßig etwas Geld beiseitelegen möchte, sollte sich für einen Sparplan entscheiden. Hier gibt es Angebot für vorsichtige, flexible, aber auch risikobereite Sparer.

Mit Sparplänen lässt sich Schritt für Schritt eine ordentliche Rücklage aufbauen. Es gibt Bank-, Fonds-, ETF-, Riester-, VL- oder Tagesgeld-Sparpläne. "Für welchen man sich entscheidet, hängt immer von der persönlichen Situation, dem Sparziel und der eigenen Risikobereitschaft ab", sagt Tanja Beller, Sprecherin des Bankenverbands in Berlin.

Banksparplan: "Der Vorteil eines solchen Sparplans ist die Planbarkeit", erklärt Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Bei Abschluss eines Banksparplans mit einem fest vereinbarten Zins weiß man von Anfang an, wie viel Geld es am Ende der Sparphase gibt. Eine Alternative ist ein Banksparplan mit variablem Zins. Im ersten Jahr liegt der aktuell meist bei einem Prozent, danach ist er vom Markt abhängig. Bei dieser Variante weiß man aber nicht, wie viel Geld am Ende auf dem Konto ist.


Fondsparplan: "Bei einem Fondsparplan hat man eine sehr gute Renditechance", erklärt Mai. Allerdings sollte man sein Geld mindestens 10 bis 15 Jahre anlegen. Nur so kann man zwischenzeitliche Tiefphasen am Markt wieder ausgleichen. Zugleich sollte man nicht nur auf einen einzigen Fonds setzen, sondern kleinere Summen breit streuen, rät Mai. Für Fondsparpläne zahlt man teilweise hohe Gebühren. Dennoch empfehlen Experten den Fondssparplan. Er eigne sich vor allem für jüngere Berufstätige, um mit regelmäßigen kleinen Beträgen fürs Alter vorzusorgen, sagt Beller.


ETF-Sparplan: ETF steht für Exchange-traded fund und ist ein an der Börse gehandelter Investmentfonds. Er bildet einen bestimmten Index ab - wie den DAX. "Man setzt nicht alles Geld auf eine Karte und kann jederzeit einsteigen", sagt Mai. Die Experten der Zeitschrift "Finanztest" (7/2014) bezeichnen das Sparen mit einem Indexfonds als "Königsweg des Fondssparens". Mit einem solchen Fonds wisse der Sparer, dass er jeden Höhenflug des Marktes mitmacht und keine größeren Verluste als der Markt erleidet.


Riester-Sparplan: Bei Riester-Sparplänen gibt es Zulagen bei der privaten Altersvorsorge. "Voraussetzung ist, dass die Beiträge in bestimmte, zertifizierte Anlageformen investiert werden", sagt Beller. Modelle, die diese Kriterien erfüllen, erhalten eine Zertifizierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Förderfähig sind unter anderem Fondssparpläne. Wie bei allen Fonds-Sparplänen haben Sparer eine hohe Renditechance - vor allem, wenn sie das Geld langfristig anlegen. Eine Alternative ist ein Riester-Banksparplan. Er biete ebenfalls eine hohe Sicherheit, sagt Mai. Ein weiterer Vorteil ist, dass Verbraucher in der Ansparphase keine Gebühren zahlen. Ein Nachteil ist die niedrige Verzinsung.


VL-Sparplan: VL-Sparpläne sind für Berufsanfänger und auch Studierende von Vorteil, wenn sie neben der Uni jobben und ihr Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zahlt. Denn je nach Tarifvertrag oder betrieblicher Vereinbarung zahlt der Chef einen Teil oder sogar die gesamte Sparrate von bis zu 40 Euro im Monat.


Tagesgeld-Sparplan: Wer sich eine finanzielle Reserve aufbauen möchte, kann monatlich Geld auf einen Tagesgeld-Sparplan einzahlen. Dazu reicht es, einen Dauerauftrag von seinem Referenzkonto auf ein Tagesgeldkonto einzurichten. "So können gerade junge Leute herausfinden, wie viel Geld sie monatlich zum Sparen übrig haben", sagt Mai. Gleichzeitig können sie jederzeit ihr Geld wieder abbuchen, wenn sie es brauchen.