Düsseldorf - Flexibilität bei der Immobilienfinanzierung ist wichtig. Wer seinen Kreditvertrag aber nachträglich ändern muss, reibt sich mitunter die Augen. Denn diesen Service lassen sich Geldinstitute teils teuer bezahlen. Und nicht nur diesen.

Verbraucher sollten bei einer Immobilienfinanzierung nicht nur auf die Höhe der Zinsen achten. Auch die Gebühren für Extra-Leistungen sind einen Blick wert. Der Grund: Muss ein Darlehensvertrag nachträglich geändert werden, kann das teuer zu Buche schlagen, wie eine Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bei zehn Banken und Bausparkassen ergab. Bieten zwei Banken gleiche Zinskonditionen, sollte das Institut den Vorzug erhalten, das bei einer späteren Änderung des Vertrags weniger zulangt. Und dafür kassieren viele Geldinstitute ab:

1. Kreditnehmer ändern: Soll ein Kreditnehmer aus dem Vertrag entlassen werden, zum Beispiel nach einer Trennung, verlangen Geldinstitute dafür Gebühren. Die Mehrzahl der Finanzierer kassierte dafür zwischen 200 und 300 Euro. Ein Kreditinstitut verlangte sogar ein Prozent der Finanzierungssumme. Nur eine Bank bot diesen Service gratis an.


2. Übertragung auf anderes Objekt: Will der Kreditnehmer statt des Hauses im Grünen später lieber eine Wohnung in der Stadt finanzieren, kann der Darlehensvertrag zwar in der Regel übertragen werden. Aber gratis ist die Änderung der Grundschulden nicht. Bei einer Kreditsumme von 200 000 Euro ermittelten die Verbraucherschützer Gebühren zwischen 200 und 2000 Euro.


3. Reduzierung der Darlehenssumme: Wer die zunächst geplante Darlehenssumme verringern möchte, muss eine sogenannte Nichtabnahmeentschädigung zahlen. Hier lassen sich manche Banken schon dafür bezahlen, dass sie die Höhe der Entschädigung ausrechnen. In einem Fall kostete dieser Service 175 Euro.


4. Anpassung der Rate: Wer seine monatliche Rückzahlungsrate erhöhen oder reduzieren will, bekommt das bei einigen Instituten zum Nulltarif. In einem Fall mussten Kunden allerdings 450 Euro zahlen.