Regensburg - Anleger sind offenbar bei nachhaltigen Geldanlagen bereit, auf Rendite zu verzichten. Darauf lässt eine Studie der Universität Regensburg schließen, die in der Zeitschrift "Qualitative Research in Financial Markets" veröffentlicht wurde.

Der Untersuchung zufolge zeigte sich die Mehrheit der befragten privaten und institutionellen Investoren und Vermögensberater bereit, bis zu 2 Prozent weniger Rendite in Kauf zu nehmen, wenn eine Geldanlage exakt ihren Vorstellungen von Nachhaltigkeit entspricht.

Ziel der Studie war es, den Einfluss nicht-finanzieller Aspekte wie zum Beispiel der Verzicht auf Tierversuche oder die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte bei der Investitionsentscheidung zu ermitteln. Demnach gibt es viele Anleger, denen verschiedene nicht-finanzielle Aspekte wichtig sind, die aber dennoch kaum in nachhaltige Anlageformen investieren. Die Forscher interpretieren dies als Hinweis auf ein mangelndes Angebot passender Finanzdienstleistungen. Für die Studie wurden insgesamt 277 Online-Fragebögen ausgewertet.