Stuttgart - An der Börse geht es nicht nur in eine Richtung. Die Kurse von Wertpapieren, Indizes und Fonds schwanken. Wo die Kurse vor einer Woche oder vor einem Jahr standen, gerät schnell in Vergessenheit. Hier helfen Diagramme, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Solche sogenannten Charts stellen den Kursverlauf grafisch dar. Anhand dieser Kurven können Anleger auf einen Blick erkennen, wie sich zum Beispiel der deutsche Aktienindex Dax in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt hat.

Allerdings sollten Anleger bei einem Blick auf einen Chart immer bedenken: Es ist ein Blick in den Rückspiegel. Über die künftige Entwicklung eines Wertpapiers oder eines Index lassen sich daraus keine verlässlichen Schlüsse ziehen, erklären die Verbraucherschützer. Zwar versuchen sogenannte Chart-Analysten, in den Kursverläufen bestimmte Muster zu finden, die auf eine gewisse Entwicklung hindeuten. Wissenschaftlich erwiesen sind solche Aussagen aber nicht.

Die Kursverläufe scheinen Anlegern Aufschluss darüber zu geben, ob der Zeitpunkt für den Kauf eines Wertpapiers oder Fonds günstig ist. Gab es zum Beispiel in der Vergangenheit einen längeren Kursanstieg, erscheint das Wertpapier teuer. Umgekehrt erscheinen Wertpapiere nach einem längeren schlechten Kursverlauf günstig. Doch der Schein trügt. Zahllose Beispiele zeigen, dass optisch teure Wertpapiere ohne weiteres weiterhin im Kurs steigen können und dass tief gefallene Aktien auch noch tiefer fallen können. Genauso wie der Rückspiegel lassen auch Charts den Blick in die Zukunft nicht zu.