Bremen - Der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer hat den mit 20 000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis der Rudolf-Alexander-Schröder Stiftung erhalten.

Die Jury zeichnete Meyer am Montag für seinen Roman "Im Stein" aus, der die Schattenseite der Gesellschaft zwischen Wendezeit und Gegenwart zeigt. Die Juroren lobten unter anderem die expressive Sprachkraft des Autors, der 1977 in Halle an der Saale geboren wurde. Sie sprachen in einer Mitteilung von einem Roman, "der uns in Abgründe und scheinbar fremde Unterwelten entführt". Meyer wurde für seine Bücher bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Den Förderpreis des Bremer Literaturpreises, der mit 6000 Euro dotiert ist, erhielt der in Berlin lebende Roman Ehrlich für seinen Debütroman "Das kalte Jahr". Die Winterreise eines Wanderers führe in ein Zwischenreich, das an Horrorerzählungen ebenso grenze wie an Allerweltsalltag, beschrieb die Jury seinen Roman. Die Stiftung ist nach dem Bremer Ehrenbürger, dem Dichter und Architekten Rudolf Alexander Schröder (1878-1962) benannt.