Hamburg/Berlin - Das Netzwerk der Literaturhäuser hat 23 europäische Autoren eingeladen, sich mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges in ihrer Stadt zu beschäftigen und darüber zu schreiben.

Marcel Beyer, A. L. Kennedy, Karl-Markus Gauß, Erwin Mortier und viele andere haben in ihren Städten die Zeitungen von Juli und August 1914 gelesen und sich von dem darin vorgefundenen Material zu Texten anregen lassen. "Unsere Absicht war nicht, die Schriftsteller zu dilettierenden Hilfskräften der Historiographie werden zu lassen, sondern zu erfahren, wie heute von jener Zeit und ihren Menschen erzählt werden kann", teilte das Netzwerk der Literaturhäuser mit.

Die entstandenen Texte sollen im Mai und Juni in einem Veranstaltungszyklus in den Literaturhäusern des Netzwerkes und in einer Publikation vorgestellt werden, beginnend am 9. Mai mit einer Langen Nacht in Berlin, zu der 18 Autoren anreisen werden. Das Projekt wurde durch die Kulturstiftung des Bundes und von der Hamburger Körber-Stiftung gefördert.