Weimar - Die zu Ehren zweier großer klassischer Dichter eingerichteten Zimmer im Stadtschloss Weimar erstrahlen im alten Glanz.

Die in eineinhalbjähriger Arbeit restaurierten Gedächtnisräume für Johann Wolfgang von Goethe und Christoph Martin Wieland gehören zu den frühesten Stätten der Dichterverehrung, wie die Klassik Stiftung Weimar mitteilte. Sie wurden für eine hohe sechsstellige Summe aus Spendengeldern restauriert.

Für die Klassik Stiftung bedeutet die Sanierung einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum anvisierten umfangreichen Umbau des Schlosses, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Residenz der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach soll bis 2023 zum Zentrum des klassischen Weimar werden.

Die russische Zarentochter und Großherzogin Maria Pawlowna hatte zwischen 1835 und 1847 im Westflügel des Schlosses insgesamt vier Dichterzimmer einrichten lassen. Die beiden anderen Zimmer sind Friedrich Schiller und Johann Gottfried Herder gewidmet, die Sanierung des Herderzimmers war bereits 2005 abgeschlossen worden. Weimar war Wirkungsstätte der vier Dichter, die wichtige Vertreter der deutschen Klassik sind.

Das Geld für die Restaurierung kam je zur Hälfte von dem sich in mehr als 100 Ländern in der Denkmalpflege engagierenden Word Monuments Fund und der Rudolf-August Oetker-Stiftung. Über die genaue Summe machte die Stiftung mit Verweis auf Vereinbarungen mit den Sponsoren keine Angaben.

Für die umfassende Schlosssanierung stehen der Klassik Stiftung 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Ergebnisse der ersten Planungen sollen im Frühherbst vorliegen.