Klagenfurt - Tex Rubinowitz heißt eigentlich Dirk Wesenberg - und ist ein Multitalent. Der 52-Jährige gebürtige Hannoveraner war bislang vor allem für seine "gezeichneten Witze" bekannt, die seit Jahren in Magazinen und Tageszeitungen in Deutschland und Österreich veröffentlicht werden.

Als Autor trat er zuletzt mit dem Reisebuch "Rumgurken. Reisen ohne Plan, aber mit Ziel" und seiner Listensammlung "Die sieben Plurale von Rhabarber" in Erscheinung. Auch als Musiker war er bereits tätig.

Rubinowitz verbrachte seine Jugend in Lüneburg. Er brach die Schule ab, jobbte unter anderem in einer Molkerei und zog 1984 nach Wien. Dort begann er, für das linksliberale Stadtmagazin "Falter" zu zeichnen.

Die "Tage der deutschsprachigen Literatur" waren ihm bereits bestens vertraut: Mit den "Höflichen Paparazzi", einer Schreib-Gruppe, begleitete er das Literaturevent in Klagenfurt über Jahre hinweg. In diesem Jahr nahm er zum ersten Mal selbst am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil und gewann den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreis.

Am Tag vor der Preisverleihung hatte Rubinowitz noch tief gestapelt: Humor werde üblicherweise in Klagenfurt nicht belohnt, sagte er. Überhaupt sei es ihm gar nicht wichtig, ob er einen Preis bekomme. Die Jury zeigte sich jedoch begeistert von seinem pointierten Beitrag "Wir waren niemals hier". Der "halbfiktionale" Text könne einmal Teil eines Romans werden, sagte Rubinowitz.