Berlin - Zum Auftakt des 14. Internationalen Literaturfestivals in Berlin hat die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin Jhumpa Lahiri (47) ihr neues Buch "Das Tiefland" vorgestellt.

"Ich habe schon 1997 mit dem Buch begonnen, als ich hörte, wie in Kalkutta ein junger Mann vor den Augen seiner Familie hingerichtet wurde", berichtete die indischstämmige Autorin am Mittwochabend bei einer Lesung im Festspielhaus.

"Aber ich fühlte mich noch nicht reif dafür. Es war sehr tiefes Wasser für mich
", so Lahiri.
Erst zehn Jahre später habe sie sich entschlossen, die Geschichte aus der Heimat ihrer Großeltern fertigzuschreiben.


In dem Buch geht es um zwei höchst ungleiche Brüder im Kalkutta der 60er und 70er Jahre. Einer von ihnen schließt sich einer Terroristengruppe an und verändert damit tiefgreifend das Leben der gesamten Familie. Lahiri ist vor allem mit Kurzgeschichten über die Probleme indischer Einwanderer in die USA bekannt geworden.


Zum Literaturfestival werden bis Ende kommender Woche rund 150 Autoren aus 50 Ländern der Welt erwartet. Ein Themenschwerpunkt ist die Krise in der Ukraine.