Frankfurt/Main - Bastei Lübbe sieht die Einigung mit Amazon im E-Book-Geschäft als wichtigen Zukunftsschritt.

"Wir wollen digital wachsen, gerade auch im Ausland", sagte der Vorstandschef des börsennotierten Verlags, Thomas Schierack, am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse der Nachrichtenagentur dpa. Daher müsse mit dem weltweit größten Vertreiber von E-Books kooperiert werden.

Man habe mit Amazon zügig verhandelt und langfristig eine "gute Regelung" gefunden. Der Konzern liegt in den USA und Deutschland mit anderen Verlagen im Clinch, weil er bei E-Books hohe Rabatte bis zu 50 Prozent fordert.

Schierack wollte keine Details zum Vertrag nennen. Dessen Konditionen sicherten jedoch den Vertrieb der E-Books von Bastei Lübbe über Amazon weltweit. Bastei Lübbe, viertgrößter deutscher Publikumsverlag und mit Jerry Cotton bekannt geworden, sieht vor allem die USA als wichtigen Markt für seine multimedialen Anwendungen.

Die von Amazon am Dienstag angekündigte Flatrate für E-Books im Dienst Kindle Unlimited hält Schierack ebenfalls für erfolgversprechend. "Die Front wird hier bröckeln", sagte der Manager. Allerdings sei eine Flatrate für Verlage nur bei einem Mix aus älteren Titeln (Backlist) und Novitäten rentabel. Bastei Lübbe ist eines der wenigen deutschen Häuser, das beim Amazon-Angebot mitmacht.