Berlin - Alexander von Humboldts Amerika-Reisetagebücher, ein Schlüsseldokument der Naturwissenschaften aus dem 19. Jahrhundert, werden erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt.

Die während Humboldts Forschungsreise auf dem amerikanischen Kontinent entstandenen Aufzeichnungen sollen vom 4. bis 6. Dezember in der Berliner Staatsbibliothek ausgestellt werden. Gleichzeitig werden die Tagebücher in digitaler Form online gestellt, wie die Staatsbibliothek mitteilte.

Die Tagebücher wurden im vergangenen Jahr aus Privatbesitz erworben. Humboldts (1769-1859) gesamter Nachlass soll ebenfalls digitalisiert und in das Internet gestellt werden. Dazu gehören auch jene Teile, die im Zweiten Weltkrieg ausgelagert wurden und die bis heute die Jagiellonen-Bibliothek in Krakau aufbewahrt. Außerdem wird ein Team um den Literaturwissenschaftler Otmar Ette (Universität Potsdam) die Tagebücher auswerten.

Während seiner Amerika-Expedition von 1799 bis 1804 hatte Humboldt Beobachtungen und Messungen über Pflanzen, Tiere und Geografie der "neuen Welt" unternommen.