Leipzig - Der Berliner Berenberg Verlag hat bei der Leipziger Buchmesse den mit 26 000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Preis erhalten.

Der Verlag erneuere seit nunmehr einem Jahrzehnt die Tradition des historischen, biografischen und literarischen Essays, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Freitag bei der Preisvergabe. Bei der Lektüre seiner Bücher geselle sich zur Lust am Text die Freude an der eleganten Buchgestaltung.

Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis ging an die Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig. Sie setze sich mit Nachdruck für die Gegenwartslyrik ein und schlage auf hohem buchkünstlerischen Niveau Brücken zwischen Schrift und Bild, befand die Jury.

Der Preis wird zur Erinnerung an den großen deutschen Verleger Kurt Wolff (1887-1963) vergeben. Er soll zum Erhalt der vielfältigen Verlagslandschaft in Deutschland beitragen.

Grütters appellierte an die Bürger, beim Buchkauf auf die persönliche Beratung in der Buchhandlung zu setzen. "Das Kaufverhalten der Kunden entscheidet, ob und wie die Buchhandlung vor Ort sich behaupten kann." Zugleich forderte sie erneut den Erhalt der Buchpreisbindung. "Bücher müssen auch künftig anders behandelt werden als Gartenmöbel oder Staubsaugerbeutel."