Berlin - Im Jahr 671 wird in der Nähe von Burg Cashel, dem Sitz des Hochkönigs von Irland, ein Geistlicher samt Begleiter ermordet. Kurz darauf wird der Vorbote einer päpstlichen Delegation in der Burgkapelle tot aufgefunden.

Weitere Morde folgen, so dass Fidelma, die Schwester des Königs, die gleichzeitig eine erfahrene Anwältin ist, Licht in die grausigen Vorkommnisse zu bringen sucht. Zusammen mit ihrem Ehemann Eadulf, einem Angelsachsen, muss sie feststellen, dass die Bewohner von Cashel dunkle Geheimnisse verbergen.

Peter Tremayne, Pseudonym des englischen Historikers Peter Berresford Ellis, hat seine Fidelma-Serie um den Roman "Sendboten des Teufels" bereichert. Er ist ein profunder Kenner des frühkeltischen Irland, das mit seiner aufgeklärten Rechtsprechung und erstaunlich fortschrittlichen Sozialordnung als Licht der Zivilisation in einem dunklen Zeitalter leuchtet. Der historische Rahmen und die klassische Whodunnit-Geschichte machen den Roman zu einem interessanten und spannenden Lesevergnügen.

- Peter Tremayne: Sendboten des Teufels, Aufbau Verlag, Berlin, 448 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-7466-3047-2.