Köln - Im australischen Badeort Byron Bay gibt es nicht nur Sommerfrischler, sondern auch finstere Gestalten mit schwarzen Gedanken.

Die Journalistin Scout Davis wird von einer der exzentrischen "Anemone"-Schwestern aufgesucht, weil sie auf einem Zeitungsfoto den vor fast 30 Jahren ertrunkenen Schwager quicklebendig und in bester Stimmung wiedererkannt hat. Scouts Instinkte sagen ihr, dass sich dahinter eine packende Story verbirgt und sie beginnt mit der Recherche. Leider ist der Totgeglaubte nicht ganz so ahnungslos wie gedacht, vor allem, wenn man sich im entscheidenden Moment verplappert.

Maggie Groffs zweiter Krimi "Ein Toter macht noch keine Witwe" mit der neugierigen Journalistin Scout Davis ist eine angenehme Sommerlektüre, die man nicht allzu ernst nehmen kann. Mit viel Wortwitz und einem lockeren Sprachduktus kann der Roman bestens unterhalten. Die Handlung findet durchweg in tropischen Badeorten statt, so dass man schon beim Lesen ins Schwitzen und in Urlaubsstimmung gerät.

- Maggie Groff: Ein Toter macht noch keine Witwe, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 464 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-462-04638-0.