Hannover - Schlanke und mobile Notebooks haben immer weniger Anschlüsse für Peripheriegeräte. Mit durchsatzstarken USB-3.0-Ports und einem USB-Hub lässt sich die Steckerarmut bekämpfen. Dabei kann aber so einiges schiefgehen.

USB-Hubs sind ein gutes Mittel, die knappen USB-3.0-Ports am Notebook für mehr als ein Gerät nutzbar zu machen. Mit ihrer Transferrate von bis zu 450 Megabyte pro Sekunde können sie ohne Probleme mehrere USB-Sticks oder Festplatten bewältigen oder ein Smartphone laden.

Damit die Leistung stimmt, müssen die Hubs am besten mit kurzen und hochwertigen Kabeln betrieben werden, rät die Fachzeitschrift "c\'t" (Ausgabe 4/2015), die neun aktuelle USB-3.0-Modelle getestet hat. Je kürzer das Kabel und je weniger Steckverbindungen, desto besser die Leistung. Deshalb raten die Experten von Hub-Kaskaden, also dem Hintereinanderstecken mehrerer Hubs ab. Hierbei kann es zu Problemen in der USB-Steuerung kommen. Im Test wurden dann etwa einzelne Sticks nicht mehr erkannt, oder USB-Ports versagten plötzlich den Dienst.

Manche Computer haben bereits interne USB-Hubs eingebaut, von denen mehrere Anschlüsse abgehen. Deswegen sollte ein weiterer Hub nur direkt an einen mit dem Chipsatz verbundenen Port angesteckt werden. Häufig ist dieser einzeln an einer Geräteseite zu finden, ansonsten verraten Programme wie der USB Device Tree Viewer, um welchen es sich handelt.

Vorsicht ist in Sachen Elektrik geboten. Hier sind einige Hersteller recht nachlässig. Im Test fielen den Experten drei Modelle auf, die über keine Schutzschaltung gegen Wiedereinspeisung verfügen. Werden sie mit einem eigenen Netzteil betrieben, kann rückfließender Strom Schäden am Computer verursachen. Abgeraten wird auch von Geräten, deren Stromversorgung etwa über Y-Kabel, also USB-Kabel, die für die Stromversorgung des Geräts in zwei Anschlüsse am Computer gesteckt werden, erfolgt. Auch eine andere den USB-Spezifikationen widersprechende Stromversorgung wie USB auf Rundstecker sollte vermieden werden.