Berlin - Ein flotterer Prozessor und mehr Arbeitsspeicher sind nur zwei Neuigkeiten. Die jüngste Generation des Bastlercomputers soll auch mit Microsofts neuem Windows 10 arbeiten können.

Der Bastelcomputer Raspberry Pi erhält einen Nachfolger mit Turbolader. Der
Raspberry Pi 2 ist mit einem neuen ARMv7-Vierkernprozessor mit 900 Megahertz nun deutlich schneller. Auch der Arbeitsspeicher hat zugelegt. Statt 512 Megabyte gibt es ein Gigabyte. Nach Angaben der gemeinnützen Raspberry-Pi-Stiftung, die den Minicomputer entwickelt und vertreibt, ist das neue Modell bis zu sechsmal leistungsfähiger. Trotzdem ist der Raspberry Pi 2 mit den Vorgängermodellen vollständig kompatibel, auch der Preis ist mit knapp 30 Euro der alte.


Abgesehen vom stärkeren Prozessor und dem vergrößerten Arbeitsspeicher unterscheidet sich das neue Modell nicht vom Vorgänger. Weiterhin sind vier USB-Anschlüsse, Ethernet, HDMI- und Mini-USB-Anschluss verbaut, außerdem zahlreiche I/O-Anschlüsse, ein analoger Audio-Ausgang und ein Steckplatz für Micro-SD-Karten. Sie liefern den Speicherplatz für Betriebssystem und Anwendungen. Für den neuen Chip ist allerdings eine angepasste Version der Noobs- oder Raspiansoftware nötig, die kostenlos auf der Webseite der Rasberry-Pi-Stiftung erhältlich ist.

Auch bei den kompatiblen Betriebssystemen gibt es Neuigkeiten: Durch den Einsatz des neuen ARMv7-Chips läuft nun auch die Linux-Variante Ubuntu. Mit der neuen Generation soll künftig Microsofts für dieses Jahr angekündigtes Betriebsystem
Windows 10 auf dem Raspberry Pi ebenfalls Einzug halten. Über das Windows-Entwicklerprogramm können Bastler eine kostenlose Version von Windows 10 für den Raspberry Pi 2 erhalten.


Die bislang vertriebenen Raspberry-Pi-1-Modelle soll es auch weiterhin geben. Die Stiftung spricht von einer großen Anzahl Kunden aus der Industrie, die weiterhin auf die erste Generation setzen wollen. Günstigstes Einsteigersystem in die Welt des Computerbastelns bleibt das Modell A+ für rund 20 Euro.