Berlin (dpa) l NS-Kunstraub als Hollywood-Thriller: George Clooney hat bei der Berlinale seinen neuen Film "The Monuments Men" vorgestellt. Der letzte Überlebende dieser alliierten Spezialeinheit, der 1938 vor den Nazis geflohene Harry Ettlinger, wurde am Sonnabend im Berlinale Palast mit Standing Ovations gefeiert.

Clooney sagte auf Englisch, während der neun Monate dauernden Filmarbeit im Studio Babelsberg sei Berlin sehr gastfreundlich zu seinem ganzen Team gewesen. "Die Stadt ist unsere zweite Heimat geworden, auch wenn unser Deutsch nicht allzu gut ist."

In dem hochkarätig besetzten Kriegsthriller spielt der 52 Jahre alte Oscar-Preisträger einen Kunsthistoriker, der gemeinsam mit einer Expertengruppe von den Nazis geraubte Kunstschätze rettet und an die früheren Besitzer zurückgibt. In den USA ist der Film mit gemischten Kritiken angelaufen, in Deutschland kommt er am 20. Februar in die Kinos.

Kontrastprogramm: Bei der Spätvorstellung im Berlinale Palast war dann der zweite deutsche Wettbewerbskandidat an der Reihe. Dominik Graf ("Im Angesicht des Verbrechens") stellte sein Kostümdrama "Die geliebten Schwestern" vor, das von einer Dreiecksgeschichte um den Dichter Friedrich Schiller handelt. Als das Publikum die Weltpremiere weit nach Mitternacht verließ, wirkten einige Gäste etwas ermattet.

Gestern stand mit dem Glaubensdrama "Kreuzweg" von Friedrich Brüggemann der dritte deutsche Wettbewerbsbeitrag auf dem Programm.

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