Zur Person

Tobias Regner, 1982 in Bad Reichenhall/Bayern geboren 2002 - 2005 Studium Kommunikationsdesign in Salzburg. 2006 Gewinner der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar".

Ab Mitte der 1990er Jahre spielte und sang Tobias Regner in verschiedenen Rock (Metal)-Bands. Seine Debüt-Single "I Still Burn" stieg in den Single-Charts direkt auf Platz 1 ein.

2010 veröffentlichte Tobias Regner das Album "Kurz unsterblich". Die Entwicklung hin zu einem eher akustischen Sound und einer Singer/Songwriter-Stilistik unterstrichen auch die Alben "Akustisch" (2011) und "Besser jetzt" (2013).

Neben seiner Konzerttätigkeit ist Regner als Gitarren-Lehrer tätig.

Ab 20. Juni bittet das Theater Magdeburg wieder zum Openair auf den Domplatz. Diesmal zum Kultmusical "The Rocky Horror Show". Tobias Regner, DSDS-Gewinner von 2006, wagt sich mit der Rolle des Eddie auf unbekanntes Terrain. Gisela Begrich sprach für die Volksstimme mit ihm.

Herr Regner, geht für Sie mit dem Sprung in die Theaterwelt ein Traum in Erfüllung?
Tobias Regner:
So kann man das nicht sagen. Regisseur Ulrich Wiggers sah mich in einer Show im Fernsehen und fragte an, ob ich Lust hätte. Ich hatte! Aber vor dem Engagement gab es natürlich erst noch ein Casting!

Das Sie erfolgreich bestanden haben! Wie erleben Sie nun die Probenarbeit?
Die Proben sind für mich schon eine Herausforderung. Bei DSDS musst du gesanglich gut und auf der Bühne präsent sein. Wichtig ist selbstverständlich auch die Kommunikation mit dem Publikum. Im Musical ist es damit nicht getan. Da singst du nicht einfach einen Song, sondern spielst eine Rolle. Das funktioniert schon, aber ich merke, es ist noch nicht perfekt, was ich mache. Da ist noch Spielraum nach oben. Ich lerne gerade ziemlich viel dazu. Der Regisseur nimmt mich gut in die Mangel und ich versuche umzusetzen, was er sagt.

Sie müssen neben Stars der Musicalszene bestehen. War das schwierig?
Als ich nach Magdeburg kam, war ich schon ein bisschen nervös. Ich hatte zwar gehört, dass Ulrich Wiggers Wert auf eine gute Atmosphäre legt und sein Ensemble entsprechend zusammenstellt. Aber ich wusste auch, ich arbeite als Neuling mit gestandenen Musicaldarstellern zusammen. Ich traf dann auf total nette Kollegen und eine prima Atmosphäre.

Kein Getuschel hinter der vorgehaltenen Hand über das Greenhorn?
Nein, wir arbeiten als Team. Das würde anders auch nicht funktionieren. Es steht ja keiner allein auf der Bühne.

Im Unterschied dazu geht es bei DSDS um scharfe Konkurrenz. Da hört und liest man auch Unschönes. Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?
Natürlich geht es bei DSDS um Konkurrenz. Jeder will gewinnen. Ich wollte vor allem meinen Gesang präsentieren. Ich wollte wissen, wie gut ich wirklich singe und mich mit den anderen Kandidaten messen. Mich mit ihnen über die yellow press anlegen, das ist nicht mein Ding. Skandalgeschichten interessieren mich nicht.

Ich hatte übrigens Glück: In unserer Staffel hat niemand zu unfairen Mitteln gegriffen. Es gab kein Mobbing. Alles wurde sportlich fair abgewickelt und der Kampf auf der Bühne ausgetragen, wo er ja auch hingehört.

Wie ist das mit den Fans? Halten noch welche aus der Zeit von DSDS Ihnen die Treue und kommen vielleicht jetzt nach Magdeburg um zu sehen, was Sie hier machen?
Es gibt schon noch Fans von damals. Wie viele, weiß ich nicht. Sie kommen noch heute zu meinen Konzerten, unterstützen mich und glauben daran, dass ich auch mit meiner eignen Musik irgendwann im großen Stil erfolgreich sein werde.

Was planen Sie nach der Rocky Horror Show? Eine Musicalkarriere?
Nicht unbedingt. Ich lasse das auf mich zukommen. Mich interessiert z. B. auch die reine Schauspielerei, am Theater. Auch Film wäre super. Und dann meine eigenen Projekte, eigene Songs. Ich hab meine Band. Mein letztes Album "Besser jetzt" ist von 2013 ...

Wo leben Sie eigentlich, wenn Sie nicht gerade in Magdeburg Theater spielen?
Ich lebe in Laufen. Das ist 20 km nördlich von Salzburg, aber noch in Deutschland. Übrigens, zu Magdeburg habe ich eine besondere Beziehung: meine Großmutter wurde hier geboren.