Magdeburg (kng) l Bereits zum siebenten Mal feiert das Institut français Sachsen-Anhalt zusammen mit dem ARTist! e.V. die Franko-Folie, die Französischen Tage in Magdeburg. Zeitlich angesiedelt zwischen "Fête de la musique", dem speziellen aus Frankreich stammenden musikalischen Sommeranfang am 21. Juni, und dem französischen Nationalfeiertag am 14. Juli, stehen mehr als 100 Veranstaltungen in der Landeshauptstadt auf dem Programm. Ein Schwerpunkt liegt darin, die breit aufgestellten Angebote in Magdeburg zu verorten. So beteiligt sich in diesem Jahr erstmals das Technik-Museum mit einem Vortrag über die aus der damaligen Region Französisch-Flandern vertriebene Familie Gruson, die in der Landeshauptstadt Industriegeschichte geschrieben hat. Magdeburgs Partnerstadt Le Havre wird nicht nur Gegenstand eines Vortrags sein; über die Kunstszene der größten Stadt in der Normandie können sich Interessierte hautnah informieren, wenn sie den sechs bildenden Künstlern aus Le Havre über die Schulter schauen, die für eine Woche im Turmpark Salbke zu Gast sein werden.

Abwechslung verspricht das musikalische Programm: Während die aus Straßburg stammende Band "LéOparleur" eine Mischung aus Chanson, Flamenco und algerischen Einflüssen bietet, widmet sich Pauline Dupuy mit ihrem Kontrabass einem der bekanntesten französischen Chansonniers, Georges Brassens, auf ganz eigene Weise. Anne-Catherine Bucher, Cembalistin aus Metz, präsentiert dagegen im Gesellschaftshaus das in ihrer Heimatstadt erfolgreich etablierte "Café Baroque", ein lockeres Gesprächskonzert mit klassischer Musik.

Neben fünf Preview-Filmen steht anlässlich des 100. Geburtstages des Kult-Komikers Louis de Funès nicht nur eine Lesung aus einer biografischen Hommage, sondern natürlich einer seiner Erfolgsfilme auf dem Programm. Bereits Tradition hat der Kunst- und Handwerkermarkt "Kleines Montmartre" am Wochenende 12./13. Juli im Moritzhof.

"Eine solche Fülle an verschiedenen Angeboten, vom klassischen Konzert bis hin zum Kochkurs und zum Boule-Treff ist nur möglich mit einem umfassenden Netzwerk", betont Christoph Hackel vom ARTist! e.V. "Seit den Anfängen im Jahr 2001 und der darauf folgenden Anfrage von Vertretern der französischen Botschaft nach einer zeitlichen und räumlichen Ausweitung der Französischen Tage ist das Festival von Jahr zu Jahr gewachsen."