Von der Altmark auf die Kinoleinwand
Im Oktober 2012 haben die Dreharbeiten in Mahlpfuhl bei Tangerhütte im Landkreis Stendal begonnen. Weitere altmärkische Drehorte waren Tangerhütte, Bittkau, Arneburg. Der Film selbst spielt in Grieben. Hier dreht sich alles um den Fußballverein SV Grieben, den es tatsächlich gibt. Die Vereinsmitglieder und die Dorfbewohner Mahlpfuhls haben als Statisten mitgewirkt.

Film-Trainer des SV Grieben ist der bekannte Schauspieler Wotan Wilke Möhring. Er trägt einen Trainingsanzug in Original-Vereinsfarben. Der Verein hatte dem Filmteam mit Requisiten geholfen.

Weitere namenhafte Darsteller des Films sind Anna Fischer, Hannelore Elsner und Nicolette Krebitz. Anna Fischer war bei der Premiere in Halle mit dabei.

Sagen Ihnen die Orte Mahlpfuhl, Bittkau und Lüderitz noch was?
Ute Wieland:
Bittkau war der Sportplatz. Mahlpfuhl war das Dorf, wo wir gedreht haben, Lüderitz war die gegnerische Mannschaft.

Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie an die Altmark zurückdenken?

Wieland: Ich habe zum ersten Mal schwarze Schwäne gesehen in dem Dorfteich in Mahlpfuhl. Ich habe gleich meinen Kameramann gebeten, sie zu filmen. Die Aufnahmen sind auch im Film zu sehen, in der Titelsequenz am Anfang, ein schwarzer Schwan als Pendant zur Hauptfigur - Tom ist auch ein schwarzer Schwan.

Francois Goeske: Und man kann dort gut geocachen.
Wieland: Wir hatten super Herbstwetter. Wir hatten so leuchtende Farben, das passte perfekt. Und von den Menschen dort sind wir ganz toll aufgenommen worden.
Goeske: Aber es gab auch Tage, wo es schon richtig kalt war. Es war so kalt, dass ich total verkrampft war. Daher weiß ich aber, dass es gute Physiotherapeuten in der Altmark gibt.

Im Film spielt Fußball eine große Rolle. Sind Sie denn Fußballfans?
Goeske: Fußball interessiert mich nicht, weder privat noch im Film.
Wieland: Ich bin ein aktiver Fußballgucker. Und ein aktiver Fußballbesserwisser - auf der Couch und im Stadion beim FC Union Berlin.

In der Geschichte steht der Tod im Vordergrund, andererseits ist es eine Komödie. Wie passt das zusammen?
Goeske: Ich finde gerade das interessant. Der Tod ist ein sehr sensibles Thema, und in dem Film wird er mit einem sehr intelligenten Mittel, nämlich Humor, umgesetzt.

Haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet, vielleicht mit einem Praktikum?
Goeske: Ich habe mich nicht vorbereitet, denn so ist auch die Geschichte von Tom. Von heute auf morgen stolpert er rein in den Job, und das wollte ich genauso erleben und zeigen.

Haben Sie vielleicht noch eine schöne Anekdote vom Dreh?
Wir hatten für die Beerdigungsszene einen speziellen Sarg hergestellt, der war in den Vereinsfarben des SV Grieben gehalten, und alle Jugendlichen hatten ihn signiert. Bei dieser Szene haben die Dorfbewohner zugeschaut, wenn sie nicht sowieso als Komparsen engagiert waren. Irgendwann fragte uns jemand, ob er diesen Sarg haben dürfte. Auf die Frage, was er denn damit wolle, erwiderte er: "Na ja, man kann darin schlafen, und heute ist ja alles recht teuer, und wenn ich sterbe, dann habe ich vorgesorgt und schon mal einen Sarg".

   

Bilder

"Besser als nix" kommt in die Kinos

Halle/Mahlpfuhl (ta). Im Oktober 2012 wurde in Mahlpfuhl und Bittkau der Film "Besser als nix" gedreht. Am Dienstag feierte der Streifen in Halle Premiere.

  • Die beiden Hauptdarsteller posieren zur Premiere ihres Films

    Die beiden Hauptdarsteller posieren zur Premiere ihres Films "Besser als nix" neben ihren Film...
    Quelle: Tanja Andrys

  • Regisseurin Ute Wieland, Francois Goeske und Anna Fischer bei der Filmpremiere zu

    Regisseurin Ute Wieland, Francois Goeske und Anna Fischer bei der Filmpremiere zu "Besser als...
    Quelle: Tanja Andrys

  • Anna Fischer bei der Filmpremiere zu

    Anna Fischer bei der Filmpremiere zu "Besser als nix".
    Quelle: Tanja Andrys

  • Francois Goeske signiert für Torsten Fettback eine Autogrammkarte. Fettback war eigens aus Mahlpfuhl gekommen, um sich die Premiere des Films

    Francois Goeske signiert für Torsten Fettback eine Autogrammkarte. Fettback war eigens aus ...
    Quelle: Tanja Andrys

  • Wotan Wilke Möhring während der Dreharbeiten in Mahlpfuhl.

    Wotan Wilke Möhring während der Dreharbeiten in Mahlpfuhl.
    Quelle: Archivfoto: Tanja Andrys

  • Das Filmteam während der Dreharbeiten in Mahlpfuhl.

    Das Filmteam während der Dreharbeiten in Mahlpfuhl.
    Quelle: Archivfoto: Tanja Andrys

  • Auf dem Sportplatz des SV Grieben (gedreht in Bittkau) machen wurde im Original-Vereinslook gedreht. Wotan Wilke Möhring und Francois Goeske besprechen in dieser Szene gerade, wie es beruflich mit Tom weitergehen soll.

    Auf dem Sportplatz des SV Grieben (gedreht in Bittkau) machen wurde im Original-Vereinslook ge...
    Quelle: dpa

  • Das Filmteam posiert für die Fotografen vor der kleinen Dorfkirche in Mahlpfuhl.

    Das Filmteam posiert für die Fotografen vor der kleinen Dorfkirche in Mahlpfuhl.
    Quelle: Archivfoto: Tanja Andrys

  • Soviel Presserummel hatten die Mahlpfuhler bis dato nicht gesehen - seitdem auch nicht wieder. Für den Wirbel war unter anderem Wotan Wilke Möhring verantwortlich.

    Soviel Presserummel hatten die Mahlpfuhler bis dato nicht gesehen - seitdem auch nicht wieder....
    Quelle: Archivfoto: Tanja Andrys