Magdeburg l Für Olaf Malolepski wird der Auftritt zu einem Heimspiel. Mit unverwechselbarem Flippersound wird der gebürtige Magdeburger, der 1946 in Neustadt zur Welt kam, empfangen. Mit Titeln wie "In Venedig ist Maskenball" und "Ay, ay, Herr Kapitän" ist Olaf jahrelang mit den Flippers durch die Welt gereist und bekommt hier als Solist Riesenbeifall. Aus seinem vierten Soloalbum trägt er den allerneuesten Titel vor: "Im Liegestuhl des Lebens". Applaus auch von seinen ehemaligen Schulfreunden auf der Tribüne.

Olaf, der mit seiner Tochter Pia auftritt, und die gemeinsam von der "roten Sonne von Barbados" schwärmen, sind begeistert vom "größten Chor der Magdeburger" und verabschieden sich mit einem Hit-Medley aus Flippers-Zeiten. 2015 werden beide gemeinsam auf Tournee gehen.

Semino Rossi hat mit "Bella romantica" und "Rot sind die Rosen" sofort die ganze Halle hinter sich. Alles schunkelt und umjubelt das Idol mit dem neuen schwarzen Schnauzbärtchen.

Roland Kaiser macht eine Zeitreise durch seine Titel der letzten 40 Jahre: "Es geht schon wieder los", "Manchmal möchte ich schon mit Dir" bringen den Handball-Tempel zum Kochen. Als "Santa Maria" und "Joana" als Zugabe kommen, hält es niemanden mehr auf den Plätzen.

Für Nik P. sind "Gloria" und "Ein Stern, der Deinen Namen trägt" unverwechselbare Markenzeichen, die er seinem Anfang Dezember zur Welt kommenden Sohn widmet.

Es sind immer nur Kostproben, die die Künstler ihrem Publikum bieten können. Ein Nachteil dieser Veranstaltung einerseits - andererseits sind zwölf bedeutende Interpreten an einem Abend zu erleben. So auch die Gruppe Fantasy und Matthias Reim.

Andreas Gabalier stürmt als Volks-Rock-´n´-Roller mit Sonnenbrille, Lederhose und steirischer Harmonika die Bühne. Der Österreicher "hat a Engerl gsehn" und singt "a Lied für di". Wieder belagern unzählige Begeisterte mit Blumen die Bühne.

Anna-Maria Zimmermann hat sich nach einem Hubschrauber-Unfall mit neuen Titeln in die vordere Reihe der Schlagerkünstler geschoben. Als zarte kleine Frau mit der schrillen Stimme bringt Michelle "Flammen im Wind" und "30000 Grad" in die Halle. Die Beifallswoge umfasst die Künstler und begleitet ihre Auftritte. Selbst als Nino de Angelo bei einem Lied eingestehen muss: "Jetzt habe ich den Text vergessen", braust der Beifall auf: Das ist eben live und menschlich.

Sechs Stunden deutsche Schlager in einer tollen Bühnenshow. Zwei große Farbbildschirme bringen auch den Gästen im hinteren Hallenrund das Geschehen nahe. Farbenfrohe Lichteffekte und Filmeinspielungen machen den Schlagertag zum Erlebnis. Und der deutsche Schlager lebt: die erstmals in dieser Veranstaltung auftretenden Ella Endlich ("Drei Haselnüsse für Aschenputtel") und Beatrice Egli beweisen das. Letztere bringt mit "Mein Herz, es brennt" und "Mit Dir allein im Himmelbett" unheimlichen Schwung in die Halle.

   

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