Die Finalisten
Lina Arndt (18): Die Verpeilte. Die Schülerin aus Berlin wirkt in Interviews häufig recht abwesend. Auf der Bühne hat die Finalistin im Team von Rea Garvey aber eine unglaubliche Präsenz. Im Finale singt sie unter anderem mit Ed Sheeran den Song "Thinking Out Loud".
Andrei Vesa (18): Der Hahn im Korb. Der einzige männliche Finalist wurde von Coach Rea Garvey eigentlich schon abgesägt, Samu Haber gab ihm aber eine zweite Chance. Und die nutzte der Abiturient aus Erfurt. Im Finale singt er im Duett mit Ella Henderson ihren Hit "Ghost".
Marion Campbell (40): Die Mama. Die gebürtige Engländerin hat als Musikerin bereits viele Erfahrungen sammeln können. Die Mutter eines kleinen Sohnes, die in Hamburg lebt, tritt im heutigen Finale mit ihrem Coach, Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, und Olly Murs auf.
Charley Ann Schmutzler (21): Das Bühnentalent. Vater Sänger, Mutter Schauspielerin. Die Berlinerin ist wie geboren für die Bühne. Dort singt sie heute mit dem irischen Musiker Hozier. Ihre Coaches, Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier, bescheinigen Schmutzler eine "unglaubliche" Entwicklung". (dpa)

Berlin (dpa) l Es war ein regelrechtes Stühlerücken: Im Frühjahr verkündeten die "Voice of Germany"-Coaches The BossHoss, Nena und Max Herre ihren Abschied. Mancher Fan befürchtete deshalb schon das Aus für die hochgelobte Musikshow.

Die vierte Staffel, die am heutigen Freitag (20.15 Uhr) auf Sat.1 zu Ende geht, zeigt aber: Die Rundumerneuerung hat der Sendung gut getan.

Die Chemie zwischen den neuen Coaches stimmt, vor allem Michi Beck (47) und Smudo (46) von den Fantastischen Vier sorgten in den vergangenen Wochen für humoristische Highlights. Auch Rückkehrer Rea Garvey (41), der bereits in den ersten beiden Staffeln dabei war, fühlt sich sichtlich wohl. Der Ire präsentierte sich beim Halbfinale im landestypischen Kilt und küsste Sunrise-Avenue-Frontmann Samu Haber (38), der dem Format nach der dritten Staffel als einziger erhalten geblieben war, auf den Mund.

Veränderung macht interessant

Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß (30) sorgte, im Gegensatz zu Vorgängerin Nena, für die emotionalen Momente der Show. Der Musikerin aus Bautzen kullerten immer wieder Tränen der Rührung über die Wangen. "Das ist Musik: Wenn mich etwas berührt, zeige ich Emotionen. Das ist bei unseren Konzerten auch so." Rapper Smudo gab sich ebenfalls melancholisch.

Heute könnte es wieder tränenreich werden. Alle Coaches haben eines ihrer Talente in die Finalshow retten können. Dort entscheiden allein die Zuschauer, wer in die Fußstapfen der Vorjahresgewinner Ivy Quainoo, Nick Howard und Andreas Kümmert tritt.

Einen Favoriten gibt es diesmal nicht. "Es wird wieder ein verdammtes Pferderennen: Man weiß nicht, wer die letzten Meter am schnellsten laufen wird", sagt Beck. Für die "Fantastischen Zwei" singt die Berlinerin Charley Ann Schmutzler (21), Tochter der Schauspielerin Claudia Schmutzler ("Für alle Fälle Stefanie").

Die unbekümmerte Schülerin Lina Arndt (18) aus Berlin vertritt das Team Rea, Abiturient Andrei Vesa (18) aus Erfurt wird von Publikumsliebling Haber gecoacht. Kloß schickt die gebürtige Engländerin und jetzige Hamburgerin Marion Campbell (40) ins Rennen, die selbst ernannte "Mama" unter den Finalisten.

In der entscheidenden Show singen die Kandidaten ein Duett mit ihren Coaches, einem weiteren prominenten Musiker (Ed Sheeran, Olly Murs, Ella Henderson, Hozier) und ihre eigene Single. Außerdem treten sie mit der britischen Band Take That und Star-DJ David Guetta auf.

Die Sender ProSieben und Sat.1 sind mit den Quoten der vierten Staffel "sehr zufrieden". Das Halbfinale vergangenen Freitag sahen 2,71 Millionen Zuschauer, der Quotenschnitt sei höher als im Vorjahr. Darum gibt es 2015 auch eine Neuauflage der Show.

Gut möglich, dass sich die Fans dann wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Die "Fantas" nutzten die Staffel nach eigenen Angaben, um ihr Album "Rekord" und die gleichnamige Tour zu promoten. Und Haber, der eine fünfmonatige Auszeit angekündigt hat, sagt: "Man sollte niemals zweimal die gleiche Jury haben. Etwas sollte sich in jeder Staffel ändern, das macht es interessant."

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