Frankfurt (Oder) (dpa). Große Ehre für einen Klassiker: In Frankfurt (Oder) ist gestern das Kleist-Jahr 2011 eröffnet worden. Damit wird an den 200. Todestag des Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811) in seiner Geburtsstadt erinnert.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) würdigte den Verfasser von Werken wie "Der zerbrochene Krug", "Michael Kohlhaas" oder "Der Prinz von Homburg" als einen Poeten, "der heute in vielem als Wegbereiter der Moderne gilt". Kleist habe ein Werk hinterlassen, "das in jeder Hinsicht "unzeitgemäß" und seiner Zeit voraus war". Andere würdigten Kleist gestern unter anderem auch als "Gefühlsextremisten". Die Feierlichkeiten starteten unter dem Motto "Ein Haus für Kleist" mit dem ersten Spatenstich für einen rund 5,4 Millionen Euro teuren Anbau des Kleist-Museums am Ufer der Oder.

Neumann würdigte dabei auch das aktuelle museumspädagogische Projekt des Kleist-Museums, die "Kleist-WG" besonders für Schüler und Jugendliche, als "außergewöhnliche Idee und lebensnahe Kulturvermittlung". Der offizielle Festakt zum Kleist-Jahr 2011 stand am Nachmittag in der Konzerthalle auf dem Programm.