Blankenburg (gw). Die Stiftung Kloster Michaelstein will sich in diesem Jahr verstärkt mit dem großen Bereich Schulmusik beschäftigen und hat das Jahresprogramm mit "Alte Musik und moderne Pädagogik" überschrieben. "Wir wollen uns landesspezifischen Themen stärker widmen und dafür unser Augenmerk stärker auf die praxisorientierte Arbeit wie Workshops richten", sagt Boje Schmuhl, Vorstand der Stiftung Kloster Michaelstein – Musikakademie Sachsen-Anhalt.

2011 wird es weder eine wissenschaftliche Konferenz noch ein Symposium geben, dafür aber ein Kolloquium, das sich unter anderem mit den vielschichtigen Beziehungen zwischen Alter und Neuer Musik beschäftigen wird. "Es wird das ganze Jahr über kleine Bausteine dazu geben", sagt Peter Grunwald, Leiter der Landesmusikakademie. Vor allem in den sogenannten Akademiekonzerten soll die Bandbreite vom barocken Erbe über Klassik und Moderne bis zum Jazz und Pop vorgestellt werden.

Grunwald nennt exemplarisch das Klosterkonzert am 22. Januar, zu dem mittelalterliche Musik auf indische Rangas treffen wird. Es sei ein Konzert, das erstaunliche Parallelen zwischen den historischen Entwicklungen im Mittelalter und der klassischen nordindischen Musik zeigen werde.

Zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender zählt in diesem Jahr der fünfte Geburtstag des Jugendbarockorchesters Bachs Erben, für das sich Jugendliche zusammengefunden haben, die sich mit Musik von Bach und Telemann sowie weniger bekannten Barockkomponisten beschäftigen.

Die Landesmusikakademie will mit dem Orchester auch stärker in Schulen präsent sein, was sich allerdings nicht einfach darstellt, weil solcherart Besuche an Probenphasen und Konzerte des Orchesters gekoppelt sein müssen. "Wir wollen beispielsweise den Besuch von Orchesterproben intensivieren, mit Schülern Klangerlebnisse gestalten, uns auf Zeitreisen begeben – und das auch für Grundschulkinder, sagt Grunwald, der den Drum Circle leitet und gemeinsam mit Kindern trommelt. "Wir freuen uns auch über jede Schulklasse, die sich für eine Klassenfahrt ins Kloster Michaelstein entscheidet", so Grunwald. Auch dafür will die Landesmusikakademie neben den museumspädagogischen Angeboten mehr auf Musikpädagogik setzen.

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