Hamburg ( dpa ). Im Streit um den Bau der Hamburger Elbphilharmonie hat die Stadt juristische Schritte eingeleitet. " Seit drei Monaten versuchen wir, einen verbindlichen Terminplan von Hochtief zu bekommen. Da das nicht geschehen ist, haben wir heute Klage beim Amtsgericht Hamburg eingereicht ", sagte Karl Olaf Petters von der Kulturbehörde. Ziel sei eine vertraglich festgelegte Terminplanung für das Prestigeprojekt im Hafen, die immer noch nicht vorliege. Momentan seien die Arbeiten auf der Baustelle zehn bis zwölf Wochen in Verzug. Hochtief hatte jedoch im Januar angekündigt, dass sich die Eröffnung um bis zu ein Jahr verzögern könnte.

Eigentlich sollte das gläserne Konzerthaus der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron im Mai 2012 eröffnet werden. Ein besonderes Problem ist die Fertigstellung des Großen Saals, der noch nie zuvor gebaut wurde. Für die Akustik wurde der Japaner Yasuhisa Toyota verpflichtet, der eines der besten Konzerthäuser der Welt bauen soll.

Auch die Kosten sind ein Dauerstreitpunkt zwischen Senat und Hochtief. Das " Leuchtturmprojekt " der Landesregierung sollte den Steuerzahler ursprünglich 77 Millionen Euro kosten. Mittlerweile sind die Kosten auf 323 Millionen Euro angestiegen und Hochtief hat weitere Forderungen in Höhe von 24, 5 Millionen Euro gestellt.