Halle ( epd ). Die Stiftung Händel-Haus in Halle erhält in diesem Jahr für die Ausrichtung der Händel-Festspiele vom Bund ein Vielfaches der bisherigen Förderung.

Insgesamt 100 000 Euro wurden vom Haushaltsausschuss des Bundestages zur Förderung des Musikfestivals beschlossen, teilte die Stiftung gestern in der Saalestadt mit. Damit werde der Festspielort Halle in der überregionalen Wahrnehmung gestärkt, sagte die Hallenser Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados ( SPD ).

Nach Angaben einer Stiftungssprecherin fiel die Förderung bisher wesentlich geringer aus. So seien für die Jubiläumsfestspiele zum 250. Todestag des Komponisten Georg Friedrich Händel ( 1685-1759 ) im vergangenen Jahr etwa 10 000 Euro vom Bund zur Verfügung gestellt worden. Insgesamt kosten die Händel-Festspiele nach ihren Angaben mehr als eine Million Euro jährlich. Das Musikfestival werde zum größten Teil vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle finanziert.

In gleicher Höhe sollen den Angaben zufolge auch die Händel-Festspiele in Göttingen ( 14. bis 25. Mai ) gefördert werden. Beide Veranstaltungen wollen das Opernwerk des in Halle geborenen Komponisten Georg Friedrich Händel ( 1685-1759 ) ins öffentliche Bewusstsein rücken und kooperieren nach eigenen Angaben miteinander.

Die Händel-Festspiele in Halle gehen in diesem Jahr vom 3. bis 13. Juni. Unter dem Motto " Von Rittern und anderen Helden " sind nach Angaben der Stiftung Händel-Haus etwa 80 Veranstaltungen geplant.