München ( dpa ). Nach ihrem Debütwerk " Schneeweißchen und Rosentot " hat Krimi-Autorin Cornelia Read jetzt nachgelegt. Auch in " Es wartet der Tod " lässt sie Madeline Dare aufmarschieren, dieses Mal nicht in der Zeitungsredaktion, sondern in einer Privatschule in den Bergen von Massachusetts. Dort sollen kriminelle, drogenabhängige und schwer erziehbare Jugendliche auf den richtigen

Weg geführt werden – allerdings mit fragwürdigen Methoden.

Sekten-Rituale sind Bestandteile des Alltags. Langsam gewinnt die Handlung an Fahrt, als Madelines Schüler Mooney sie ins Vertrauen zieht, weil seine Freundin Fay schwanger ist. Kurze Zeit später wird das Liebespaar vergiftet. Madeline glaubt nicht an einen Selbstmord, gerät aber schon bald selbst unter Mordverdacht.

Auch mit ihrem zweiten Werk liefert Read keinen Krimi von der Stange ab. Ihr Schreibstil ist erfrischend, sarkastisch und spannend. Lesenswert ist der Krimi aber auch wegen seiner Kritik an den pädagogischen Experimenten an Kindern der 1970 er und 1980 er Jahre ( dtv, München, 340 S ., Euro 14, 90, ISBN 978-3-4232 4753-5 ).