Chemnitz ( epd ). Werke des deutschen Nachkriegskünstlers Gerhard Hoehme ( 1920-1989 ) sind in den Chemnitzer Kunstsammlungen zu sehen. Die Ausstellung hat das Motto " Malerei ist eine Struktur " und zeigt Gemälde und Installationen unterschiedlicher Werkphasen aus den Jahren 1951 bis 1989.

Hoehme kombinierte bemalte Flächen mit Raumelementen und verwendete dazu unter anderem PVC-Folien, Damast-Tischdecken und Schnittmuster. Bei einigen Werken ragten Nylonschnüre " wie Tentakel " aus der Bildebene in den Raum. Der 1920 in Greppin bei Bitterfeld ( Sachsen-Anhalt ) geborene Hoehme gilt als einer der Protagonisten der deutschen Nachkriegskunst. Nach einer Lehre zum Bankkaufmann, der Ausbildung zum Jagdflieger im Zweiten Weltkrieg und amerikanischer Kriegsgefangenschaft studierte er ab 1946 künstlerische Buch- und Schriftgestaltung an der Burg Giebichenstein bei Halle. Zwischen 1951 und 1953 gehörte Hoehme der Klasse für freie Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf an. Später lehrte er an der Akademie als Professor für freie Malerei.

Hoehme starb 1989 in Neuss. Die Ausstellung ist bis 24. Mai dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.