Leistungsorientiertes Lernen - Klausuren - Theater - Gottesdienst - Proben - lernen, lernen, lernen!

Sind diese scheinbar widersprüchlichen Punkte überhaupt miteinander zu verbinden?

Wenn sich Schüler in einer von Leistungsdruck, kulturellem Abbau geprägten und mediendominierten Zeit außerhalb ihrer Schulzeit zusammensetzen, diskutieren, streiten, sich mit Problemen ihres Alltags oder mit ihrer Geschichte auseinandersetzen, sich dann auf ein für sie wichtiges, extremes Thema einigen und alles daran setzen, dieses Thema auf eine Bühne zu bringen, um es öffentlich zur Diskussion zu stellen, gehört dies in die Rubrik "Besonders wertvoll"!

Nach dem großen Erfolg des Musicals "Ein Traum von Freiheit" 2010/2011 kommt jetzt ein neues Theaterprojekt zur Aufführung:

"Gewitterneigung" nach einem Bühnenstück von Peter Haus. Ein Theaterstück zum Thema "Amoklauf"!

Was geht in den Köpfen junger Menschen vor, die ihre Schule überfallen und Mitschüler, Lehrer und eventuell sich selbst töten?
Wie weit weg oder wie erschreckend nah und alltäglich ist eigentlich diese Problematik?

11 Schüler der 11. und 12.Klasse, eine Schülermutter und vier Lehrer stellen sich unter der Regie von Knut Müller-Ehrecke diesen Fragen. Das Ziel ist es nicht, die Tat in den Vordergrund zu stellen und ein Massaker auf der Bühne zu zeigen, sondern nach den Gründen und Ursachen einer solchen Tat zu suchen. Es geht um das "Warum?"! Es ist uns wichtig, in einer medial geprägten Zeit, in der es nur noch darum geht so schnell, so unauffällig und so kompromisslos wie möglich an ein finanzielles Ziel zu gelangen, diesen Werdegang zu unterbrechen, um Hilferufe Anderer zu hören und solche Verzweiflungstaten, welche letztendlich Amokläufe junger Menschen sind, zu verhindern.

Nicht mehr aber auch nicht weniger ist das Anliegen des Projektes "Gewitterneigung"!